Die Einzigartigkeit des Elbsandsteingebirges

Die einzigartigen Sandsteinformationen des Elbsandsteingebirges © Johannes Hulsch

Für mich als Landschafts- und Reisefotograf ist das Gewicht und die Abbildungsleistung mit eines der wichtigsten Kriterien bei der Auswahl meines Equipments, welches ich täglich nutze. Deshalb war ich gleich begeistert von der Produktvorstellung des neuen SIGMA 28-70mm F2,8 DG DN aus der Contemporary Serie, da dies ein kleines Problem, welches ich mit meinem meist genutzten Objektiv, dem SIGMA 24-70mm F2.8 DG DN | Art habe, potentiell lösen könnte; das Gewicht. Umso mehr freute ich mich als SIGMA mit der Idee auf mich zu kam das Objektiv für einen Tag in einer Location meiner Wahr zu testen und meine Gedanken dazu in Videoform festzuhalten.

Die einzigartigen Sandsteinformationen des Elbsandsteingebirges © Johannes HulschIch entschied mich nicht weit in die Ferne zu schauen, sondern nach Motiven vor meiner Haustür zu suchen. Schnell waren meine Gedanken bei einem der landschaftlichen Highlights Sachsens gelandet, der Sächsischen Schweiz. Jährlich ziehen diese einzigartigen Sandsteinformationen tausende von Wanderern, Kletterern aber auch Fotografen aus nah und fern in ihren Bann. Für mich war es nicht der erste Besuch und deshalb entschied ich mich diesmal für eine Location südlich der Elbe, welche nicht ganz so viele Touristenmagneten beherbergt wie die nördliche Seite.

Die einzigartigen Sandsteinformationen des Elbsandsteingebirges © Johannes Hulsch

Das Naturschutzgebiet Pfaffenstein ist insofern einzigartig, dass es trotz kurzer Laufwege sehr viele spannende fotografische Motive bietet, welche sich zu verschiedenen Tageszeiten fotografieren lassen. Da der Wetterbericht für den nächsten Morgen einen relativ klaren Himmel vorhersagte entschied ich mich als ersten Spot für die Barbarine, eine Felssäule, welche abseits des Hauptplateaus des Pfaffensteins exponiert in die Landschaft ragt. Die Wanderung hoch auf das Plateau ist zwar mit 30-40 Minuten relativ kurz, jedoch ist der Anstieg auf den 434 Meter hohen Tafelberg sehr steil. Über Holztreppen und durch schmale Felsspalten windet sich ein schmaler Wanderweg, der oft nur einseitig passierbar ist. Umso besser, dass ich mich diesmal für das leichte Setup mit nur einer Allrounder-Linse entschieden hatte. Als wir schließlich die Barbarine erreichten trat die Sonne gerade hinter dem Horizont hervor und tauchte die Felsen in ein warmes rotes Licht. Da die abschüssigen Felskanten wenig Bewegungsspielraum zuließen versuchte ich stattdessen mit anderen Mitteln ein spannendes Bild zu Gestallten. Beispielsweise kann man aus einem tiefen Winkel den glatten Sandstein perfekt als Unschärfe im Vordergrund nutzen und dank der Offenblende von F2,8 des Objektivs dem Bild so etwas Tiefe verleihen. Ebenso kann man immer versuchen eine Person oder ein Tier in das Bild zu integrieren, um die Dimensionen des Ortes zu verdeutlichen. 

Die einzigartigen Sandsteinformationen des Elbsandsteingebirges © Johannes Hulsch

Die einzigartigen Sandsteinformationen des Elbsandsteingebirges © Johannes HulschDa die Sonne bereits nach 15 Minuten wieder hinter einer schmalen Wolkendecke verschwand machten wir uns langsam auf den Rückweg, denn ich hatte auch noch weitere interessante Orte entlang des Weges erspäht. Um das Klettern über die teilweise meterhohen Felsen zu erleichtern, wurden an einigen Stellen per Hand Treppenstufen in den Stein gehauen, welche auch perfekt als Gestaltungsmittel für ein Foto genutzt werden können, da sie den Blick in die Mitte des Bildes hinein lenken. Dort steht beispielweise ein alter, knorriger Baum, welcher seine langen Wurzeln wie Tentakel nach der nächsten Wasserquelle aussteckt.

Die einzigartigen Sandsteinformationen des Elbsandsteingebirges © Johannes Hulsch

Die Sonne hatte es nun auch endlich wieder durch die Wollendecke hindurch geschafft und die umliegenden Felder und Berge der Sächsischen Schweiz wurden sichtbar.

Die einzigartigen Sandsteinformationen des Elbsandsteingebirges © Johannes HulschDer etwas höhere Stand der Sonne erschwerte zusehends das Fotografieren im Wald, da jeder Baum nun lange Schatten warf und sich dadurch ein sehr starker Hell-Dunkel-Kontrast bildete. Deshalb entschloss ich mich am Abgrund des Tafelberges nach Motiven zu suchen, um einen gleichmäßigen Lichteinfall im Bild zu bekommen. Bei dieser Art von Gegenlichtsituation lasse ich den Himmel gerne ausbrennen, da dieser bei einem hohen Stand der Sonne keine wichtigen Informationen mehr enthält. Stattdessen versuche ich wieder offenblendig zu arbeiten und mir einen Vordergrund zu suchen. Die Brennweiten zwischen 28mm und 70mm geben mir dabei genügend Freiheiten in der Bildgestaltung. Ich entscheide mich schließlich einen Strauch als Vordergrund zu nutzen und für eine längere Brennweite, um die umliegenden Wälder bildfüllend einzufangen.

Die einzigartigen Sandsteinformationen des Elbsandsteingebirges © Johannes Hulsch

Auf dem Pfaffenstein führt nicht nur ein steiler Aufstieg, sondern auch ein gemäßigter Wanderweg durch eine mit Moos bewachsene Schlucht. Durch die hohen Felswände fällt in die Schlucht relativ spät erst das Sonnenlicht. Deshalb beschloss ich diesen Spot als letzten meines kleinen Tagesausfluges zum Pfaffenstein zu besuchen. Besonders schön finde ich hier die wirklich sattgrüne Farbe des Mooses, welches der ganzen Szenerie etwas Urwald-Feeling verleiht. Hier lässt sich gut mit Kontrasten spielen. So habe ich beispielsweise eine Person mit roter Jacke durch das Bild laufen lassen, welcher als Blickfang die Komposition ergänzt. Man kann auch am Wegesrand immer wieder die Augen nach Details offenhalten, wie beispielsweise Farne oder andere Blüten und Blätterstrukturen, die durch den hohen Stand der Sonne teilweise im Schatten liegen und teilweise durch die Sonnenstrahlen hervorgehoben werden. Durch den schnellen und leisen Autofokus entgeht einem so kein Motiv.

Die einzigartigen Sandsteinformationen des Elbsandsteingebirges © Johannes Hulsch

Die einzigartigen Sandsteinformationen des Elbsandsteingebirges © Johannes HulschNach diesem ersten Tag mit dem SIGMA 28-70mm F2,8 DG DN | Contemporary haben sich meine ersten Gedanken zu diesem Allrounder-Objektiv nun gefestigt. Ich bin wirklich begeistert welche Qualität, sowohl in der Verarbeitung als auch in der Abbildungsleistung SIGMA trotz des so geringen Gewichts von 470g hier abliefert. Wer bereits eine spiegellose Vollformatkamera besitzt und als ambitionierter Hobbyfotograf auf der Suche nach einem kompakten Reisebegleiter ist, für den ist das 28-70mm F2,8 DG DN der optimale Kompromiss. Der Unterschied von 4mm Brennweite zum fast doppelt so schweren und auch 300€ teureren SIGMA 24-70mm F2.8 DG DN aus der Art Serie wird dir in 95% der Fälle nicht auffallen. In meinen Augen sollte es in keinem Kamerarucksack fehlen, wenn wirklich jedes Gramm zählt.

Dank des Filmteams von SIGMA, habt ihr die Möglichkeit am SIGMA Online Day hinter die Kulissen des Shootings zu blicken. Für alle Ungeduldigen haben wir aber jetzt schon einen kleinen Kurzfilm fertig gestellt, der Lust auf Abenteuer macht:

Alle Bilder dieses Beitrags in der Übersicht

Du möchtest Johannes mal bei einem seiner Shootings begleiten?
Dann melde dich an für einen der SIGMA Photowalks am 12. und 14.11. und folge Johannes zu den Herkulessäulen, zum Rathewalde/Amselsee oder mache mit ihm einen Spaziergang bei Sonnenaufgang zur Barbarine.

 

© Johannes Hulsch
Johannes Hulsch
© Johannes Hulsch

Aufgewachsen in einer ländlichen Gegend entdeckte Johannes Hulsch bereits früh die Schönheit der Natur für sich. Mit der alten Kamera seines Vaters begann er seine ersten Schritte im Bereich der Landschaftsfotografie. Dabei beschränkte er sicher vorerst auf das Gebiet des Erzgebirges. Mit zunehmendem Erfolg seiner Bildern in den sozialen Medien begannen sich auch die Reisen auf Deutschland und Europa auszuweiten. Mittlerweile ist er selbständig als Landschaft- und Reisefotograf in Leipzig ansässig und nimmt seine Follower mit auf seine Abenteuer rund um den Globus. Jedoch gilt für ihn nach wie vor das Motto: „Für ein gutes Foto muss man seinen Blick nicht in die Ferne schweifen lassen, die schönsten Dinge findet man meistens direkt vor der Haustür, da man sich dort auskennt wie kein zweiter.“

Instagram: @bokehmOn

Save the Date // 14.11.2021 // SIGMA Online Day (SOD)

am 14. November 2021 ist es wieder soweit. Freut Euch auf spannende Themen rund um die Fotografie. Ihr wollt mehr zu Johannes Hulschs Shooting-Dreh erfahren? Dann tragt euch den SOD fest in Euren Kalender ein. Wir zeigen Euch Einblicke hinter den Kulissen von SIGMA on Location. Des Weiteren wird es Liveshootings, Livetalks und ein Gewinnspiel geben. Dieses Jahr haben wir außerdem ganz besondere Gäste eingeladen und freuen uns auf exklusiven Input von Leica, Panasonic und Profoto.

Für weiter Informationen, besucht unsere Online Day Seite!