Durch die Alpen © Maike Descher

Mit der SIGMA fp durch die Alpen

Die Hütten waren gebucht, die Wettervorhersage zeigte seit Tagen schon nichts anderes mehr an als puren Sonnenschein und die Route hatten wir auch verinnerlicht. Fünf Tage, so lang wollten wir mit Sack und Pack durch die Alpen spazieren. Seelisch stellte ich mich schon einmal darauf ein, dass mein Klotz von einer Spiegelreflexkamera zusammen mit meinen Lieblingsobjektiven, dem SIGMA 24-70mm F2,8 DG OS HSM | Art und dem SIGMA 70-200 F2,8 DG OS HSM | Sports, mich sehr wahrscheinlich etwas mehr Kraft kosten würde, aber was tut man nicht alles, liebe Fotografenfreunde…

Plötzlich bekam ich allerdings noch die Möglichkeit, eine zweite Kamera mitzunehmen und auf Herz und Nieren zu testen: die SIGMA fp. Zuerst wusste ich nicht, was ich davon halten soll, mir noch mehr Gewicht auf die Schultern zu packen, aber weil ich neugierig war konnte ich unmöglich nein sagen. „Es sind ja nur fünf Tage Maike, das werden deine Beine schon überleben!“ sagte ich mir und so gesellte sich die SIGMA fp und das SIGMA 45mm F2,8 DG DN | Contemporary zum restlichen Equipment.

All’ meine Sorgen waren übrigens völlig unbegründet. Die SIGMA fp ist die kleinste spiegellose Vollformatkamera, die es gibt und würde man alle Kameras der Welt in einen Boxring packen, gehört sie auf jeden Fall zu den Fliegengewichten. Das macht sie aber nicht weniger robust! Vom Tal bis hoch auf 3.000m Höhe hat sie alles mitgemacht und pssst, erzählt es nicht meiner DSLR, aber am Ende war das kleine, kompakte Gerät sogar öfter im Einsatz.

Durch die Alpen © Maike Descher

In der Tat bin ich relativ spät in den Spiegellos-Clan eingetreten. Nichts konnte mich von meiner großen Kamera weglocken, doch dann kam auf einmal die SIGMA fp daher mit ihrer Kein-Schnickschnack-Einstellung und ihrem Vollformat-Sensor, der klasse, klare Bilder zaubert und nun geselle ich mich (tausend Jahre später) zu den Spiegellosen Fotografen.

Unsere Wandertour führte uns dieses Mal um die 30km durch die Ötztaler Alpen und zu vier wunderschön gelegenen Hütten. Vor drei Jahren sind Philipp und ich bereits den E5 von Oberstdorf nach Meran gewandert, wir wussten also in etwa, worauf wir uns einlassen. Auch damals hatte ich meine Kamera dabei und erinnere mich an viele Momente, in denen ich gern fotografiert hätte, es aber zu müßig fand, immer wieder die Kamera aus dem Rucksack zu kramen. Da ist mir schon der ein oder andere Moment durch die Lappen gegangen.

Durch die Alpen © Maike Descher

Auf dieser Wanderung war das allerdings anders. Schönes Licht? Neugieriges Schaf? Einzigartige Wolkenstruktur? Keine Sekunde hat’s gedauert und die Kamera war im Einsatz. Nicht nur, weil man sie für eine Weile auch mal über der Schulter baumeln lassen kann, sondern weil sie auch ganz oben im Kopffach Platz findet. Da muss man nicht erst tausend Riemen und Schnallen öffnen, sondern nur einen einzigen Reißverschluss und zack – ist die Kamera griffbereit und einsatzbereit. Auch wenn ich wirklich nicht jede Sekunde festhalten muss, ist es schön zu wissen, dass man es ohne Probleme könnte (ich tendiere auch dazu mich besser an Dinge zu erinnern, wenn ich ein Foto davon habe oder es irgendwo aufgeschrieben habe). Das wusste ich wirklich sehr zu schätzen und muss jetzt keinem Moment nachtrauern.

Ich hatte es am Anfang ja schon erwähnt, dass uns viele Sonnenstunden vorhergesagt wurden und ich bin absoluter Gegenlicht-Fan, also war ich besonders gespannt darauf, wie die kleine Kamera solche Situationen meistern und wie sich der Autofokus anstellen würde. Und was soll ich sagen: mit Bravour bestanden. Der Autofokus ist übrigens wirklich klasse. Kann auch sein, dass ich jetzt einfach nur so überaus begeistert bin, weil meine DSLR manchmal etwas länger braucht, um zu fokussieren. Viele von euch sind wahrscheinlich schon alte Hasen im Spiegellos-Business und für euch ist das nix Neues, aber für mich war das das kleine Extra-Schmankerl.

Durch die Alpen © Maike Descher

Mein erster Ausflug mit der SIGMA fp war auf jeden Fall eine Wohltat für die Fotografin in mir und hat mir das Festhalten der Wanderung doch sehr viel einfacher gemacht. Sorry liebe DSLR, vielleicht wirst du bald auch mal daheim bleiben müssen…

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Maike Wittreck
Landschaftsfotografin

Maike Wittreck packt seit ihrer ersten großen Reise ans andere Ende der Welt immer wieder das Fernweh. Neuseeland war mit seinen schneebedeckten Bergen und blauen Gletscherseen der reinste Spielplatz für Landschaftsfotografie und somit war eine Leidenschaft geboren. Auch die Liebe zum Wandern wurde dort entfacht. Seitdem hält sie nichts allzu lang im Haus. Die rohe, ungezähmte Natur ist ihr Zufluchtsort, wenn das Leben verrückt spielt. Diesen Zufluchtsort möchte sie durch ihre Fotografie mit anderen  Menschen teilen und sie zum träumen einladen.

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