Ein Jahr mit SIGMAs Supertele – Ein Resümee von Kevin Winterhoff

© Kevin Winterhoff

Was war ich damals im Herbst 2016 überrascht, als ich auf der Photokina eines neues 500mm Objektiv vom SIGMA in den Händen hielt. Ein Supertele von SIGMA, damit hatte keiner gerechnet. Bis zuletzt war dieses Objektiv bei keinem auf der Liste gewesen und plötzlich stand es dann dort zum Testen bereit, was ich natürlich auch tat!

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Es sollte aber noch besser kommen, denn bereits einige Wochen später hatte ich es bei mir zum Test und konnte erste Erfahrungen mit dem Objektiv sammeln. Den Testbericht von damals gibt es hier. Ab dem Moment gab es für mich keine Notwendigkeit mehr bei den Superteles auf andere Hersteller zu setzen. Ich machte für mich den Entschluss, ab sofort nur noch mit SIGMA Linsen zu fotografieren und sattelte um.

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Jetzt ist etwas über ein Jahr vergangen – Zeit ein Resümee zu ziehen. Ist es wirklich so gut wie nach dem Test vermutet? Gab es Schwierigkeiten, Enttäuschungen oder bereue ich heute sogar den Wechsel?

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Seit dem Frühjahr 2017 fotografiere ich nun mit dem SIGMA 500mm F4 DG OS HSM | Sports. Das 500er wird seitdem mit einem SIGMA 120-300mm F2,8 DG OS HSM | Sports ergänzt. Für mich ist das ein absolutes Traumteam. Ich kann damit den kompletten Telebereich von 120-1000mm abdecken und das mit zwei Objektiven! Das 500er hat mich seitdem auf vielen Reisen begleitet, quer über den europäischen Kontinent. Um es vorweg zu nehmen, ich bereue den Wechsel NICHT. Aber schauen wir uns die einzelnen Bereiche genauer an.

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Funktionalität:

Das 500er hat vom ersten Augenblick an einen unglaublich stabilen, hochwertigen Eindruck gemacht was bis heute so geblieben ist. Ich liebe die exakte Verarbeitung und das tolle Finish der Linse. Auch die vielen Details, wie die Rasterung der Stativschelle will ich nicht mehr missen. Der optionale Objektiversatzfuß TS-81 war vom ersten Tag an bei mir montiert und sorgt für unglaubliche Stabilität. Damit brauche ich keine Stativplatte mehr montieren und kann das Objektiv direkt auf dem jeweiligen Stativkopf mit Schwalbenschwanz-Profil befestigen. Die Individualisierungsmöglichkeiten mit dem USB Dock von Sigma, sowie zahlreiche Möglichkeiten das Objektiv von der Performance her an die eigene Art der Fotografie anzupassen, sind hervorragend.

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Die gesamte Haptik des Objektives ist stark angehoben worden. Auch wenn die anderen Objektive wie das 120-300er bereits eine gute Verarbeitung hatten, so merkt man doch noch einmal den Sprung zur Festbrennweite. Das 500er hat hier einen großen Schritt getan und ich hoffe, dass noch einige Festbrennweiten der Superteleklasse folgen werden!

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Das Autofokussystem funktioniert einwandfrei und ist ohne Konverter zudem wirklich besonders schnell. Auch die Treffsicherheit ist gut, was jedoch systemabhängig ist (meine Erfahrung bezieht sich auf die Verwendung des Objektivs mit Canonkameras). Ich kann mich hierbei nicht beklagen und habe noch kein Motiv gemisst (es sei denn durch eigene Unfähigkeit 😉 ).

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Die OS Funktion (Verwacklungskorrektur) ist eine gute Hilfe bei schwachen Lichtverhältnissen. Dabei fiel mir auf, dass ich diesen eigentlich immer anlassen konnte, egal ob ich Freihand oder vom Stativ fotografiert habe. Die Bilder wurden scharf, egal ob nun vom Stativ oder Freihand. Keines wurde durch den OS verwackelt, was den verschiedenen Systemen bei Fotos vom Stativ manchmal nachgesagt wird. Ich bin gespannt, welche Fortschritte hier das System in den nächsten Jahren noch machen wird. Aus meiner Sicht ist hier auch noch Verbesserungsmöglichkeit gegeben.

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Was ich beim 500er Lieferumfang toll finde ist der praktische Rucksack, der wir ein LensTrekker eines bekannten Rucksackherstellers funktioniert. Es mag nur wie eine Kleinigkeit erscheinen, denn keiner kauft sich ein solches Objektiv wegen des Rucksacks. Dennoch nutze ich diesen häufig, wenn ich nur mit dem 500er unterwegs bin! Eine tolle Idee und gute Umsetzung!

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Zusammenfassend kann ich für mich sagen, dass meine Begeisterung für die erste Supertelefestbrennweite von SIGMA nach der Umstellung auf die Global Vision Serie ungebrochen ist. Ich hoffe und warte sehnsüchtig auf weiteren Zuwachs in dieser Objektivklasse. Vielleicht kann man ja einmal zwischen 2.8/400 und 4/500 oder einem neuen 5.6/800 wählen. Ohne irgendetwas in diese Richtung gehört zu haben oder zu wissen, fänd ich das eine tolle Sache! Denn bei meinem 500er funktioniert alles wie am ersten Tag, sodass ich die Entscheidung von vor einem Jahr in keiner Sekunde bereut habe.

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Optische Leistung

Egal wo ich das Objektiv bisher genutzt habe, nie hat mich die optische Leistung enttäuscht. Die Bilder sind scharf und zeigen unter optimalen Bedingungen eine brutale Detailgenauigkeit. Besonders überrascht hat mich die optische Leistung mit den Konvertern TC-1401 und TC-2001. Ich bin erst mit dem Kauf des 500er Sport auf die SIGMA Konverter umgestiegen und hatte hier sehr hohe Ansprüche. Trotz des vergleichsweise niedrigen Preises gegenüber der Konkurrenz bietet beide Konverter eine super Leistung, die es mir ermöglicht meine Motive in voller Brillanz abzulichten.

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Praxiserprobt…

Im ersten Jahr konnte ich mit dem SIGMA 500mm F4 DG OS HSM | Sports schon einige Reisen unternehmen, dabei blieb es zwar auf Europa beschränkt, konnte sich hierbei aber auf vielen Trips bewähren. Egal ob im Sumpf der Camargue, den Bergen der Alpen oder in den heimischen Wäldern bei Fuchs und Dachs. Auf das 500er konnte ich mich immer verlassen.

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Die Linse ist gut verarbeitet, hat eine tolle Naheinstellgrenze, eine Spitzenperformance und hat ein angenehmes Gewicht für ein 500er. Egal wie hart ich das Objektiv genutzt habe, nie hatte ich irgendwelche Ausfälle, Defekte oder Schwierigkeiten mit dem Objektiv. Auch wenn ich es von Anfang an mit einem Objektivschutz versehen hatte (was ich grundsätzlich mit meinen Teleobjektiven tue), sieht es auch an den ungeschützten Stellen immer noch aus wie beim Kauf. Das Objektiv macht einfach einen sehr wertigen Eindruck und hat sämtliche Stöße und Schläge, die es beim Fotografieren in der Wildnis nun einmal abbekam gut weggesteckt.

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Dieses Jahr werde ich es in den südlichen Alpen Sloweniens einsetzen und dann mit auf eine Reise in die heiße Kalahari nehmen. Ich bin gespannt, was es mir dort für Ergebnisse ermöglicht. Vertrauen tue ich dem Objektiv völlig, wenn die Motive dort vor die Kamera laufen, weiß ich, dass mein 500er mich hierbei nicht im Stich lassen wird. Die Ergebnisse gibt es dann ganz sicher zu sehen, doch davon mehr zur gegebenen Zeit in diesem Blog.

 

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