Unterwegs mit dem SIGMA 100-400mm F5-6,3 DG OS HSM | Contemporary

Seascape © Kevin Winterhoff

Ein 100-400mm Tele-Objektiv in der Größe eines 70-300mm? Mit Springblende und so leicht, dass es keine Stativschelle braucht – na viel erwarte ich davon nicht!

Schloss Neuschwanstein © Kevin WinterhoffWenn ich ehrlich bin, waren das meine ersten Gedanken. Ich mag schwere Objektive, ich mag lichtstarke Objektive und Tele-Objektive mit Stativschelle. Alles sprach also gegen das SIGMA 100-400mm F5-6,3 DG OS HSM | Contemporary.

Ich bin aber von Grund auf ein neugieriger Mensch und probiere neue Sachen gern aus, also nahm ich das Objektiv inklusive eines passenden 67mm Polfilters mit auf eine 4-wöchige Reise quer durch Italien und Frankreich mit. 

Abstrakt © Kevin Winterhoff

Schon bei der ersten Wanderung war ich überrascht – der Rücken tat nicht wirklich weh. Die 1,1 kg waren schon angenehm, kannte ich vergleichbare Objektive doch nur mit deutlich mehr Gewicht. „Sei nicht so schnell begeistert“, sagte ich mir und fing an, das Ding an meine Kamera zu schrauben. „Kein Objektiv wird geliebt weil es leicht ist, es muss scharf sein, kontrastreich, passend für die erforderliche Situation“, versuchte ich mich selbst zu bremsen.

© Kevin WinterhoffDie ersten Bilder ließen meine Begeisterung jedoch nicht abflachen. Die Qualität schien zu stimmen, auch der Optical Stabilizer (OS) tat sein Werk. Ich hielt sogar unter 1/100 ruhig bei voller Brennweite. Das war neu für mich…

Ich wollte das SIGMA Objektiv vor allem für Details und Landschaftsstrukturen in der Naturfotografie einsetzen. Da ich aber auf einer Rundreise unterwegs war, sollte es auch dazu dienen, Sehenswürdigkeiten abzulichten. In allen Situationen, wo ich es einsetzt habe, war es dabei absolut zuverlässig. 

Waves © Kevin Winterhoff

Der Autofokus war immer treffsicher und zudem leise und schnell. Die relativ geringe Naheinstellgrenze erlaubte mir sogar einmal eine Gottesanbeterin vor mir auf dem Boden zu fotografieren. Der OS tat nicht nur in der einen Situation sein Werk, sondern zeigte sich absolut zuverlässig und hilfreich.

© Kevin WinterhoffNatürlich ist ein Zoom immer ein Kompromiss. Leicht, lichtstark und großer Zoombereich sind Faktoren, die sich nun einmal ausschließen. Das leicht aber nicht billig heißen muss und ein großer Zoombereich dennoch eine hervorragende Bildqualität mit sich bringen kann, hat mir dieses Objektiv wieder einmal gezeigt. Für den Einsatzbereich der Reportage und als leichtes Superzoom ist es eine hervorragende Ergänzung auch für mich als Naturfotograf der normalerweise mit Superbrennweiten von 500mm fotografiert.

Am Ende, so muss ich zugeben, war ich doch ein wenig traurig, als ich das SIGMA 100-400mm F5-6,3 DG OS HSM | Contemporary wieder in seine Verpackung legen musste und es auf Rückreise zu SIGMA schicken musste. Ich habe es sehr gern genutzt!

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Kevin Winterhoff
Naturfotograf

Mit 13 Jahren kaufte sich Kevin Winterhoff seine erste Kamera und mit 18 Jahren wurde die Naturfotografie dann zu einem ernsthaften Hobby.
"Ich finde in der Natur alles, was ich brauche. Es ist für mich Ausgleich zu stressigen Zeiten und wenn ich alleine durch Feld und Flur laufe, kann es mir eigentlich gar nicht besser gehen. Ich für meinen Teil erkenne einfach Gottes Größe in der Natur, daher ist es auch mein Ziel mit meinen Fotos diese zu vermitteln. Mein Ziel bei der Naturfotografie ist es Menschen Freude und Lust an der bzw. auf die Natur zu machen und das meine Bilder dazu dienen, dass die abgebildeten Geschöpfe den Schöpfer groß machen!"

Facebook: Winterhoff Photography / Instagram: @winterhoff_photography

1 Comment

  • 10. Januar 2018 at 18:11 — Reply

    Schöner Bericht, schöne Bilder. Das 100-400 steht schon seit dem Marktstart auf meiner Wunschliste. Da ich allerdings selten mit Zoom > 200 arbeite, warte ich aus preislichen Gründen noch etwas ab.

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