© Desiree Gehringer

Im Gespräch mit Désirée Gehringer

Désirée Gehringer ist Mutter, Studentin, freiberufliche Fotografin und Bloggerin. Mit ihren künstlerischen, aber dennoch natürlichen Porträtfotografien begeistert sie ihre Follower bei Instagram und die verrückten Geschichten aus ihrem Alltag verfolgen tausende Leser auf ihrem Blog.

Wir haben mit ihr über den Spagat zwischen Kind und Kamera gesprochen, woher ihre Inspiration kommt und welchen verrückten Challenges sie sich regelmäßig stellt.

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Hallo Désirée! Vielen Dank, dass du dir Zeit für ein Interview nimmst. Du bist ja ganz schön beschäftigt, denn du bist nicht nur Fotografin, sondern studierst auch und kümmerst dich um deinen Sohn. Ist das nicht manchmal ganz schön stressig?

Oh doch, das ist es! Zeitmanagement wird bei mir ganz groß geschrieben. Mein Sohn bekommt von all dem Trubel zum Glück nichts mit, weil ich meine Termine immer dann habe, wenn er im Kindergarten oder bei seinem Papa ist 🙂Wie bist du eigentlich zur Fotografie bekommen? Hast du eine klassische Ausbildung absolviert oder hast du deine Leidenschaft zum Beruf gemacht?

Fotografiert habe ich eigentlich schon mein ganzes Leben, hatte aber nie eine richtige Kamera. Früher fotografierte ich immer mit der analogen Kamera meiner Mutter. Als mein Sohn dann zur Welt kam, kaufte ich mir meine erste eigene Spiegelreflexkamera und machte mich nach weiteren zwei Jahren selbstständig.

Eine Ausbildung habe ich nie absolviert, studiere aber derzeit im 8. Semester Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Fotografie und mache im Sommer mein Diplom – dann bin ich endlich fertig und kann mich komplett auf die Selbstständigkeit konzentrieren.

Wie würdest du deinen Stil beschreiben? Und wie hat sich dieser Stil mit der Zeit entwickelt?

Von 2011 – 2015 habe ich sehr viel ausprobiert. Hättet ihr gedacht, dass Kinder mal mein Spezialgebiet waren? 😉 Irgendwann machte mir das keinen Spaß mehr. Ich wollte, dass man meine Bilder sieht und sagt „Hey, das ist doch von Dési!“

2015 fotografierte ich fast überwiegend Hochzeiten und rutschte dann immer mehr in diese Richtung. Im November 2015 kaufte ich mir eine neue Kamera und konzentrierte mich komplett auf die Stilfindung (das war garnicht so einfach!). Mittlerweile würde ich meinen Stil als mystisch, romantisch beschreiben. Ich bin ein Fan von Blicken, die etwas aussagen.

Aber angekommen bin ich noch lange nicht, ich möchte niemals stehen bleiben und immer weiterlernen!

Wer oder was inspiriert und beeinflusst dich? Hast du besondere Vorbilder?

Ein richtiges Vorbild hatte ich eigentlich noch nie. Ich kann nur sagen, dass ich Kristian Schuller und Jordan Voth ganz toll finde 🙂

Welches ist deine liebstes / am häufigsten verwendetes SIGMA Objektiv und warum benutzt du es so gern und für was?

Ganz klar das SIGMA 50mm F1,4 DG HSM | Art! Ich bin ein totaler Schärfefanatiker und freue mich jedes mal meines Lebens, wenn ich von einem Shooting nach Hause komme und selbst bei Blende 1,4 kaum Ausschuss habe. Dazu kommt, dass die Farben schon out of Cam total kontrastreich dargestellt werden.

Balsam für die Fotografenseele 😉

Deine 3 Tipps für ein wirklich gelungenes Foto?

Das kann man so pauschal nicht sagen. Ich finde, dass das immer vom Stil abhängt und was man umsetzen möchte. Was für mich ganz wichtig ist: Idee, Motivation, Durchhaltevermögen!

Wenn du dich entscheiden müsstest: welches ist dein selbstgeschossenes absolutes Lieblingsfoto und was ist die Geschichte dahinter?

Ich habe wirklich sehr viele Lieblingsfotos. Wenn ich aber nach der Geschichte gehe, ist es das erste Ergebnis von #DesisChallenge.

Ich hatte im Oktober ein Kreativ-Tief und war total unmotiviert. Irgendwann schrieb jemand auf meiner Facebook-Seite, ich solle aufhören Blumen zu fotografieren. Im Nächsten Satz stand dann: „Wobei: Wenn du ein Model in eine Pfütze irgendwo auf einer Straße legst, Blumen einbaust und es dann schön bearbeitest, das Bild dann auch noch gut ankommt, dann darfst du dich offiziell Künstlerin nennen!“

Da ich gerne über mich selber lache, nahm ich diese Challenge an und wurde dafür total gefeiert.Mitterweile habe ich eine Facebook-Gruppe mit fast 3000 Mitgliedern in der ich jeden Monat eine Challenge veröffentliche. Meine Community setzt also seit November jeden Monat die Challenges gemeinsam mit mir um.

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Vielen Dank für das Interview, Désirée! Die letzte Aufgabe bei #DesisChallenge war übrigens „Karton & Pflanze“ und diese Gegenstände mussten beide im Bild eingebaut sein, durften aber nicht klar erkennbar sein. Bis auf die Regel, dass diese Gegenstände weder als Bokeh noch als Hintergrund verwendet werden durften, war alles erlaubt. Die Ergebnisse der Challenge findet ihr hier.

Wer noch mehr über Désirée Gehringer erfahren will, sollte sich auf jeden Fall ihre Website desireegehringer.de oder ihren Instagram-Account @desireegehringerfotografie ansehen!

Alle Bilder dieses Beitrags in der Übersicht

 
Désirée Gehringer
Paar- und Portraitfotografin

„Collect moments, not things!“ ist schon seit vielen Jahren ihr Lebensmotto. Die Paar- und Portraitfotografin liebt echte Emotionen und Authentizität, deswegen hat sie 2013 ihr Hobby zum Beruf gemacht und sich schon kurze Zeit danach auf die Hochzeitsfotografie spezialisiert.

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