Frühlingserwachen – Tipps und Tricks, um den Frühling festzuhalten

Fühlingserwachen © Antonia Moers

Der Frühling ist da und die Natur erwacht immer mehr aus ihrem Winterschlaf! Dieses tolle Wetter sollte genutzt werden und dementsprechend wird es Zeit, die Staubschicht auf der eigenen Kamera zu entfernen, denn es bieten sich viele Motive, die es Wert sind festgehalten zu werden. Doch worauf muss man achten und wie bekommt man vielleicht noch bessere Bilder?

Frühlingsmotive entdecken

Zu allererst muss man sich auf Motivsuche begeben. Motive gibt es eine Menge, aber manchmal sind diese so klein und von der Ferne unscheinbar, dass man etwas genauer hinschauen muss. Am Anfang zeigt sich der Frühling etwas zögerlich und man kann nur die ersten Knospen von Krokussen und Schneeglöckchen auf den Wiesen sehen.

Kurz danach geht es dann plötzlich Schlag auf Schlag. Mehr Blumen erblühen, Vögel sitzen zwitschernd in den Bäumen, Insekten schwirren umher, Bäume beginnen wieder Blätter zu tragen, blühen vielleicht sogar und plötzlich erstrahlt die Natur wieder in ihrer vollen Farbenpracht.

Fühlingserwachen © Antonia Moers
Aber nicht nur Flora und Fauna bietet spannende Motive, auch die Menschen, die die Straßen wieder mit Leben füllen, sind ein Foto wert!

Fühlingserwachen © Antonia Moers

In Ruhe experimentieren

Die Naturfotografie ist ein Gebiet, in dem sogar Anfänger schnell sehr gute Ergebnisse erzielen können. Denn der Vorteil liegt darin, dass man sich die Zeit nehmen kann, z.B. beim Fotografieren einer Pflanze zu experimentieren, welcher Ausschnitt am sinnvollsten ist, oder mal die Perspektive zu verändern und auch gründlich zu prüfen, ob die Schärfe richtig liegt.

Zunächst würde ich mit der Wahl der Perspektive beginnen. Man neigt dazu, Pflanzen gerne aus der Vogelperspektive, also von oben herab, zu fotografieren. Das hat den Nachteil, dass die Blume klein und verloren auf dem Bild aussieht. Sobald man sich mit dem Motiv auf Augenhöhe begibt, wird man sehen, dass man direkt eine spannendere Bildsprache erhält. Sogar eine leichte Neigung von unten kann sehr spannend sein, da die Blume dann plötzlich sehr dominant und groß wirkt.

Ein kleiner Tipp am Rande: wenn man sich eine Mülltüte in die Kameratasche packt, kann man diese gut einsetzen, sollte der Boden mal nass und dreckig sein! Zusätzlich kann ein Objektivputztuch nicht schaden, falls die Linse durch Blütenstaub oder feuchte Gräser beschmutzt werden sollte.
Fühlingserwachen © Antonia Moers
Für Anfänger und begeisterte Hobby-Fotografen, die alle Bereiche der Fotografie abdecken möchten, empfiehlt sich das SIGMA 17-70mm F2,8-4 DC Makro OS HSM | Contemporary oder das SIGMA 18-300mm F3,5-6,3 DC Makro OS HSM | Contemporary. Diese beiden Objektive bieten den Vorteil, dass man weitwinkelig mit ihnen arbeiten kann, also z.B. Landschaftsaufnahmen anfertigen kann. Aber man kann auch genauso heranzoomen und Makro-Aufnahmen erstellen. 

Fühlingserwachen © Antonia Moers

Makro-Aufnahmen gewinnen durch das Spiel aus Schärfe und Unschärfe. Gerade wenn der Hintergrund schön unscharf ist, hebt sich das Hauptmotiv viel deutlicher ab. Die Makro-Funktion der Objektive unterstützt diesen Effekt.

Zusätzlich ist es sehr wichtig, die kleinstmögliche Blende zu wählen. Auch ist es bei Makro-Aufnahmen wichtig auf die Details zu achten, wie z.B. angefressene bzw. verwelkte Blätter, genauso wie kleine Insekten, die auf der Blüte sitzen könnten. Alternativ können aber auch frische Regentropfen auf einer Blume sehr gut aussehen! Sollte gerade der gewünschte Regen nicht zur Verfügung stehen, kann man sich auch mit einer Sprühflasche gefüllt mit Wasser weiterhelfen.

Frühlingserwachen © Antonia Moers
Eine zusätzliche Stütze kann ein Fotostativ bieten, welches gerade beim Festlegen des Bildausschnitts hilft, denn es ermöglicht eine genauere Schärfeeinstellung und kann einer Verwacklung vorbeugen. Aber Achtung: sollte man sich motivtechnisch erst mal auf die Pflanzenwelt konzentrieren, muss man dabei aufpassen, denn sogar ein leichter Windstoß kann ausreichen, dass die Blume sich bewegt und durch eine zu lange Belichtungszeit könnte diese dann unscharf abgebildet werden. Zusätzlich hilft es, wenn man bei der Arbeit mit einem Stativ den Bildstabilisator ausschaltet. 

Fühlingserwachen © Antonia Moers

Lichtsituationen nutzen

Der Frühling bietet von der Lichtsituation her auch einige Vorteile. Während des Frühlings steht die Sonne noch recht flach, sodass man den ganzen Tag über schöne Schattenwürfe bekommt. Umso näher der Sommer rückt, umso mehr sollte man eine Fototour auf die Morgen- bzw. Abendstunden legen. In der direkten Sonne besteht die Gefahr von unschönen Schatten, genauso wie die Möglichkeit, dass eine partielle Überbelichtung entstehen kann. Gerade in dem Fall bieten sich bewölkte Tage an, denn die Wolken wirken wie ein riesiger Diffusor vor der Sonne und produzieren weiche Schatten. Gerade dies schmeichelt der Blütenwelt!

Fühlingserwachen © Antonia Moers
Wer schon einige Frühlingsmomente festhalten konnte und noch auf der Suche nach weiteren Fotomotiven ist: man bedenke die Wolkenformationen, die die ständig ändernde Wetterlage mit sich bringt, und das wichtigste Fest des Frühlings, Ostern! Mit seinem buntem Schmuck, süßen Leckereien und dem traditionellen Osterfeuer bietet es eine weitere Vielzahl an unterschiedlichen Motiven.

Alle Bilder dieses Beitrags in der Übersicht

Antonia Moers
Antonia Moers
Fotografin aus Leidenschaft

Als gelernte Fotografin unterstützt Antonia das Marketing Team der SIGMA (Deutschland) GmbH mit ihrem fotografischen Fachwissen und neuen, inspirierenden Ideen. Nach Stationen in verschiedenen Fotostudios setzt sie heute gerne aufwändige Projekte verschiedener Stilrichtungen um.

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