Trash the Dress – Die etwas andere Hochzeitsfotografie

Trash the Dress © Antonia Moers

Trash the Dress ist ein noch relativ unbekanntes Sub Genre der Hochzeitsfotografie. Die eigentliche Hochzeitsfotografie fällt in den Bereich der Eventfotografie, da es eine anlassbezogene Fotografie ist. Je nach Wunsch des Brautpaares kann sie Elemente der Porträtfotografie, der Reportagefotografie oder der Glamourfotografie enthalten.

Bei den Portraits am Hochzeitstag werden, soweit möglich, natürlich aussehende Portraits in einer besonderen Umgebung erstellt, meist in einem Park oder in einem Fotostudio. Diese Portraits können sogar je nach Grad der Inszenierung in Richtung Glamourfotografie gehen.

Hauptsächlich besteht die Hochzeitsfotografie aber aus einer fotografischen Begleitung des Tages, also der Reportage. In dieser Reportage wird viel Wert daraufgelegt, das besondere Momente als Erinnerung festgehalten werden. Zum Beispiel der erste Blick des Paares, der Ringtausch, der Kuss, das Anschneiden der Torte oder der erste Tanz.Trash the Dress © Antonia MoersTrash the Dress Aufnahmen konzentrieren sich, im Gegensatz zur klassischen Hochzeitsfotografie, auf Aufnahmen der Braut in ihrem Hochzeitskleid in einer außergewöhnlichen Umgebung, wie z.B. in alten, zerfallenen Fabriken, vor Graffittiwänden, in Steinbrüchen, auf Schrottplätzen oder ähnliches. Die Idee dahinter ist, dass das Hochzeitskleid noch einen weiteren großen Auftritt bekommt, bevor es im Kleiderschrank einstaubt. 

Hochzeitsfotografie © Antonia Moers

Die Grundidee stammt aus den USA und wird heute in den unterschiedlichsten Abstufungen umgesetzt. Wenn anfänglich nur untypische Umgebungen verwendet wurden, wird mittlerweile auch viel Wert auf unpassende Accessoires, Schminke oder sogar ein ruiniertes Kleid gelegt. Ob Aufnahmen unter Wasser oder sogar ein zerrissenes, bemaltes Kleid – Trash the Dress kennt keine Grenzen.Trash the Dress © Antonia MoersDa die Hochzeitssession 2017 erst noch bevorsteht, habe ich mich schon mal mit einem Trash the Dress Shooting eingestimmt. Allerdings wollte ich nicht dieses bezaubernde Kleid zerstören, deswegen habe ich mich eher auf eine untypische Umgebung, eine besondere Lichtstimmung, eine moderne Frisur mit stärkerem Make-up und ein paar zusätzliche Accessoires konzentriert. Gerade das Make-up sollte bei Trash the Dress Aufnahmen sehr abstrakt aussehen, grelle Farben, gerne verschmiert. Und die Frisur darf auch nicht an eine klassische Brautfrisur erinnern, und wenn nur schemenhaft, sehr zerrupft. 

Trash the Dress © Antonia Moers

Mein Ziel war es, mein Modell im Hochzeitskleid in einer sehr kontrastreichen Umgebung, mit charmanten Licht in Szene zu setzen und das Thema Trash the Dress eher als Aufhänger für kreative Hochzeitsaufnahmen mit etwas anderem Braut Make-up & Frisur zu verwenden.

Trash the Dress © Antonia Moers

Denn die Synonyme für das Wort „Trash“ sind unteranderem Kitsch, ramsch, billig und geschmacklos. Dies sind Bezeichnungen, die ich im Zusammenhang mit meinen Fotografien vermeiden möchte. Zusätzlich wollte ich die Brautjungfern der Braut mit in Szene setzen, denn diese sind der Braut eine große Stütze an ihrem Hochzeitstag, deswegen war es mir wichtig, die starken Frauen an der Seite der Braut und ihre besondere Freundschaft mit festzuhalten.Trash the Dress © Antonia MoersFür die Aufnahmen habe ich keine weitere Technik verwendet, außer einem Aufheller und die lichtstarken Objektive SIGMA 85mm F1,4 DG HSM | Art und SIGMA 35mm F1,4 DG HSM | Art. Fast alle Fotografien wurden mit dem SIGMA 35mm F1,4 DG HSM | Art aufgenommen, nur für die Close-ups der Braut habe ich das SIGMA 85mm F1,4 DG HSM | Art verwendet.

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Antonia Moers
Antonia Moers
Fotografin aus Leidenschaft

Als gelernte Fotografin unterstützt Antonia das Marketing Team der SIGMA (Deutschland) GmbH mit ihrem fotografischen Fachwissen und neuen, inspirierenden Ideen. Nach Stationen in verschiedenen Fotostudios setzt sie heute gerne aufwändige Projekte verschiedener Stilrichtungen um.

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