Zu Besuch bei den Papageitauchern

Papageitaucher - SIGMA 50-100mm F1,8 DC HSM | Art ©Robert Sommer

Hallo zusammen,

nachdem ich zuletzt über das SIGMA 150-600mm F5-6,3 DG OS HSM | Contemporary + Tele-Konverter TC-1401 bloggen durfte, möchte ich nun über das neueste Mitglied der SIGMA Produktlinie Art schreiben, dem SIGMA 50-100mm F1,8 DC HSM | Art.

Für elf Tage ging es nach Schottland, eine perfekte Gelegenheit das Objektiv mal ausführlich unter die Lupe zu nehmen. Wenn man an Schottland denkt, dann denkt man normalerweise an Regen, viel Regen. Davon haben wir jedoch so gar nichts gesehen, dafür sehr, sehr viel Sonne. Dadurch ergaben sich natürlich viele fantastische Lichtstimmungen.

Zunächst möchte ich kurz das offensichtliche des Objektives hervorheben: Blende f1,8 über den kompletten Brennweitenbereich von 50-100mm. Mit dieser großen Blende kann man nicht nur fantastisch freistellen, sondern man erreicht auch sehr kurze Belichtungszeiten.

Papageitaucher - SIGMA 50-100mm F1,8 DC HSM | Art ©Robert Sommer

Schon vor der Reise hatte ich einen Tag eingeplant, um die Vogelinsel Lunga zu besuchen. Diese gehört zu den Treshnish Isles und ist damit Teil der inneren Hybriden Schottlands. Die Insel ist von Menschen unbewohnt, weshalb man dorthin nur geführte Bootstouren unternehmen kann.

Das SIGMA 50-100mm F1,8 DC HSM | Art im Einsatz

Die Insel wird von abertausenden Seevögeln bewohnt, vor allem von Papageitauchern. Das besondere ist, dass man hier bis auf einen Meter an die Vögel herankommt. Das klingt zunächst etwas merkwürdig, lässt sich aber leicht erklären. Die kleinen Kerle haben viele Feinde, wie den Skua oder andere Möwen und Raubvögel. Die Papageitaucher wissen jedoch, dass eben diese Feinde Angst vor den Menschen haben. Wenn nun also das Ausflugsboot an der Insel anlandet, wissen sie, dass nun keine Gefahr droht und kommen deshalb alle vom Wasser angeflogen.

SIGMA 50-100mm F1,8 DC HSM | Art ©Robert Sommer

Dann klettert man dort also einen kleinen Berg hinauf und steht plötzlich vor dutzenden watschelnden Papageitauchern. Jeder der dort ankam, hatte ein dickes Grinsen im Gesicht. 🙂

Da man also extrem dicht an die Vögel herankommt, kann man wunderbar mit der Offenblende f1,8 arbeiten und die Papageitaucher in Szene setzen. Mich hat dabei vor allem die Schärfe fasziniert. Dies in Kombination mit dem unglaublichen Gestaltungsspielraum macht einfach Spaß.

Aber auch die sehr kurzen Verschlusszeiten, die man durch die Offenblende erreichen kann, sind ideal, um die Vögel beispielsweise bei der Landung zu fotografieren.

Papageitaucher - SIGMA 50-100mm F1,8 DC HSM | Art ©Robert Sommer

Die Schärfe ist bereits bei Offenblende beeindruckend, aber wenn man etwas abblendet, wird das Objektiv wirklich unfassbar scharf. Das untere Beispiel zeigt ein Foto bei Blende f3,2.

SIGMA 50-100mm F1,8 DC HSM | Art ©Robert Sommer

Zuerst das gesamte Motiv und dann einen Ausschnitt aus demselben Bild.

Papageitaucher - SIGMA 50-100mm F1,8 DC HSM | Art ©Robert Sommer

Papageitaucher - SIGMA 50-100mm F1,8 DC HSM | Art ©Robert Sommer

Darüber hinaus lebt auf der Insel auch noch eine riesige Kolonie von Trottellummen und auch Krähenscharben brüten an jeder Ecke. Für Vogelliebhaber ein absolutes Paradies!

Makrofotografie - SIGMA 50-100mm F1,8 DC HSM | Art ©Robert Sommer

Wie man an der Abkürzung DC erkennen kann, ist das Objektiv ist für APS-C Sensoren bestimmt. An meiner Canon EOS 7D ergibt sich dadurch eine Brennweite von 80-160mm. Dies in Verbindung mit der Naheinstellgrenze von 0,95m und der offenen Blende von F1,8 macht einfach nur Spaß, denn man kann wunderbar mit der Schärfentiefe herumspielen. Und dies nicht nur auf der Vogelinsel Lunga, sondern auch bei Blumenmakros, oder Spinnennetzen im Gegenlicht.

SIGMA 50-100mm F1,8 DC HSM | Art ©Robert Sommer

Ich hoffe es ist deutlich geworden, welchen großen Gestaltungsspielraum man hat, wenn sich das Motiv sehr dicht vor der Kamera befindet und man mit der Offenblende arbeitet.

SIGMA 50-100mm F1,8 DC HSM | Art ©Robert Sommer

Im nächsten Teil zeige ich dann, wie sich das Objektiv bei Landschaftsaufnahmen schlägt, oder bei Motiven, die etwas weiter weg sind.

Beste Grüße
Robert

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Robert Sommer
Robert Sommer
Landschafts- und Tierfotograf

Robert Sommer wohnt seit 2005 in Hamburg, doch sein Herz gehört seiner Heimat –Röbel und der Müritzregion.
So oft es geht ist er in der Natur unterwegs und seine Kamera ist immer dabei. Wenn er die Schönheit der Landschaft fotografieren möchte, steht er entweder vor Sonnenaufgang auf, oder ist bis nach Sonnenuntergang unterwegs. Zu dieser Zeit gibt es dann “die 5 Minuten“, in denen das Licht einfach unbeschreiblich ist. Genau diesen Moment versucht er in seinen Bildern festzuhalten.

Email: robert@sommerblende.de / Website: sommerblende.de

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