Auf dem Weg nach Mustang

Mustang @Max Münch

Namaste!

Nachdem ich euch in meinem letzten Beitrag meine Eindrücke aus Kathmandu erzählt habe, geht es diesmal raus in Richtung Berge, ins ehemalige Himalaya-Königreich Mustang.

Um dort hin zu gelangen gibt es zwei Varianten ab Pokhara, der nächst größeren ca. 130km entfernt liegenden Stadt in der Region: einen zwanzigminütigen Flug mit einer Propellermaschine oder acht Stunden mit dem Jeep.

Am Ende wird es für mich eine zwölfstündige Schüttelpartie durch die verwinkelsten tropischen Wälder in der mit 6000 Metern tiefsten Schlucht der Welt, vorbei an nicht enden wollenden Hängebrücken und durch riesige Flussbetten zwischen den Bergen hindurch – bis man endlich in Tukuche, einer kleinen Siedlung am Rande des Annapurna-Massivs angelangt ist.

Mustang @Max Münch

Ausgeruht wird sich nicht, weit vor Sonnenaufgang bin ich bereits wieder auf den Beinen und finde mich kurze Zeit später in einem trockenen Flussbett wieder, mit atemberaubender Aussicht: die Alpen und die Rocky Mountains sind eine Sache – der Himalaya mal eine komplett andere Geschichte!

Wenn die sieben- und achttausend Meter hohen Gipfel um dich herum anfangen zu glühen, wird alles, was man bisher erlebt hat, so viel kleiner im Angesicht dieser Dimensionen.

Sobald alles um einen herum immer größer wird, wird man selbst immer kleiner. Das SIGMA 70-200mm F2,8 EX DG OS HSM hat mir da gut geholfen, auch die entferntesten Berggipfel in greifbare Nähe zu bringen.

Mustang @Max Münch

Das erklärte Tagesziel war Muktinath, ein mehrere tausend Jahre alter Wallfahrtsort auf 3600m auf dem Annapurna Circuit. Die grünen Wälder werden nun langsam rarer, die Klimazone wechselt ab Jomsom rapide – endlose Sandwüsten, karge Bergmassive und immer weniger Sauerstoff, dafür beißender Wind. Die zusätzliche Hitze macht das Atmen noch schwieriger.

Mustang @Max Münch

Durch die vielen Fotostopps unterwegs hat sich das Tagesziel auf die Siedlung vor Mutkinath, Jharkot, verkürzt. Alles sieht aus wie eine tibetisch angehauchte Filmkulisse, unfassbar alt und ausgerichtet gen Sonnenuntergang – die Lichtstimmung hier ist absolut atemberaubend.

Mustang @Max Münch

Auf dem Rückweg kommen wir allerdings nicht weit – es ist stockdunkel, es gibt keinen Empfang und unser Jeep steckt fast bis zur Stoßstange im Schlamm eines Flussbettes fest.

Wie aus dem Nichts kommen plötzlich 30 Soldaten, teils in voller Montur, teils in Flipflops und nach gut einer Stunde Schieben und Ziehen sind wir frei und steuern munter auf Artikel 3 zu. Darin nehme ich euch nächste Woche mit auf einen 100km Hike zum Annapurna Basecamp und zurück!

Alle Bilder dieses Beitrags in der Übersicht

Max Muench
Max Münch
Abenteuer- und Landschaftsfotograf

Der Chemnitzer Max Münch ist eigentlich Musiker, seit anderthalb Jahren jedoch treibt ihn seine Abenteuer- und Landschaftsfotografie weit hinaus in die Welt. Irgendwo taucht er plötzlich auf und fängt an, mit seinen Bildern Geschichten zu erzählen und Melodien zu schreiben.
"Nur wer das Fernweh kennt, kann es bei anderen entfachen. Mit meinen Bildern versuche ich einen Ruhepol im Alltag zu schaffen um gleichzeitig den Wunsch auszulösen, aus jenem auszubrechen und das Abenteuer zu suchen."

Instagram: @muenchmax / Website: muenchmax.com

Leave a Reply