Punks – Eine Dokumentation

Punks - Eine Dokumentation ©Andreas Lier

„Jetzt pack doch mal die Kamera weg und genieß’ einfach mal!“

Pizza brüllt mir von links ins Ohr und geht grinsend Richtung Bühne. Heute bringt „The Fiend“, eine Hardcore Punk Band aus England, die Soundanlage an ihre Grenzen. Meine Ohren auch.

Punk ist eine Lebensentscheidung. Punk ist ein Lebensgefühl. Punk lebt man; Laut, schmutzig und hart. Am deutlichsten erlebt man Punk auf dem Bauwagenplatz. Inmitten der glänzenden Hochhäuser und Einkaufsmeilen, der Wohnsiedlungen und Vorstadtidyllen liegen die Punkerplätze. Meist versteckt, von außen kaum einzusehen, sind sie gallische Dörfer im Römerland. Der gelebte Widerstand sozusagen.

Punks - Eine Dokumentation ©Andreas Lier

Ihre Namen sind Stummel, Olax, Wolle, Weste, oder eben Pizza. Jeder Name hat seine Geschichte, niemand wählt ihn sich selbst. Einen Punkernamen bekommt man verliehen. So wird er auch mit Stolz getragen. Manchmal, wenn ich zwischen ihnen sitze und ihren Geschichten lausche, kommt mir der Gedanke, sie wären ein Indianerstamm. Ein Gemeinschaftssinn, wie er heute fast in Vergessenheit geraten ist, ist hier selbstverständlich.

Punks - Eine Dokumentation ©Andreas Lier

Ein bedrohter Teil der Stadtgeschichte

Aber sie sind bedroht. Ihre Refugien sind Spekulationsobjekte für die boomende Bauwirtschaft. Ihnen ist bewusst, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sie Ihren Platz räumen müssen. Einige Bauwagenplätze sind akut von der Räumung bedroht. In anderen Städten wie Berlin sind viele der alternativen Szene bereits aus dem Stadtbild verbannt.

Die Dokumentation über die Bauwagenplätze soll dem Betrachter vermitteln, dass die Punks ein Teil der Stadtgeschichte sind. In Altona, schon seit jeher ein linkes Viertel in Hamburg, gehören sie ins Stadtbild. Sie sind Teil eines großen Ganzen, was die Vielfalt einer Gesellschaft bildet.

Punks - Eine Dokumentation ©Andreas Lier

Für diese Dokumentation ist das SIGMA 20mm F1,4 DG HSM | Art ein Segen. Kaum ein Objektiv kann die Schärfe und Brillianz dieser Linse erreichen. Selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen zeichnet sie sich mit gestochen scharfen Bilder aus. Bei offener Blende sorgt sie zudem für ein gleichmäßiges und schönes Bokeh. Eine Vignettierung ist so gut wie nicht vorhanden und ein Schärfeabfall zum Bildrand ist nicht erkennbar.

Punks - Eine Dokumentation ©Andreas Lier

Ob Landschaft, Portrait oder Dokumentation, SIGMA gibt mit diesem Objektiv den Fotografen eine überragende Linse in die Hand. Sie ist so gut, dass man nicht mehr darauf verzichten möchte, hat man einmal begonnen, mit ihr zu fotografieren.

Die Dokumentation „Punks“ ist seit dem 11.06.2016 auf dem Gaussplatz in Hamburg zu sehen. In Planung ist eine Ausstellung in München und langfristig auch eine Buchveröffentlichung.

Punks - Eine Dokumentation ©Andreas Lier

Alle Bilder dieses Beitrags in der Übersicht

Andreas Lier
Andreas Lier
Freier Fotograf aus Hamburg

„Das Wichtigste ist die Aussage eines Bildes. Auch wenn ich eine Geschichte als Thema entwickle, steht immer das individuelle Bild im Vordergrund. Es muss für sich alleine stehen können.“

Im Alter von zehn Jahren bekommt ein Junge eine Kamera geschenkt. Er beginnt, die Welt durch den Sucher zu betrachten. Bald müssen Objektive und ein Blitzgerät angeschafft werden. Ein Labor wird auch eingerichtet. Zu der Zeit ist die digitale Revolution noch weit entfernt. Es folgen verschiedene Ausbildungen, die Techniken werden verfeinert. Während der Ausbildung zum Grafik Designer kommt das Glück ins Spiel. Die Lehrerin im Fach Fotografie eröffnet eine neue Sicht. Weniger technisch, mehr beobachtend. Der Moment des Auslösens wird entscheidend. Ein Bild kann eine Geschichte erzählen. Darin liegt die wahre Größe der Fotografie.
Von 1992 bis 2007 entstehen viele Reisereportagen; unter Anderem in Asien, West- und Südafrika, Amerika und Europa. Es folgen Buchveröffentlichung, diverse Artikel in Reisemagazinen, später verlagert sich die Arbeit in die Musikszene. Eine Werkschau mit dem Titel „Stille/Laut“ - Fotografien von 1990-2015, war 2015 im Kulturgold in Hamburg zu sehen.

Email: info@lierfoto.com / Website: lierfoto.com / Instagram: @lierfoto / Twitter: @lierfoto

Related Posts

SIGMAliner Kennt ihr schon unseren SIGMAliner? 7. Juni 2017
Blick aus der Lodge © Robert Sommer Die Safari geht zu Ende 16. Mai 2015

Leave a Reply