Durch die Straßen Istanbuls – Reisefotografie in der Praxis

Variation an Würzgemischen | Reisefotografie

In meinem heutigen Beitrag möchte ich meiner Leidenschaft für die Fotografie in Städten nachgehen und meine Erfahrungen zum Thema Reisefotografie mit euch teilen.

Ihr kennt das doch bestimmt auch: Ihr unternehmt einen Städtetrip und habt den Wunsch, beeindruckende Motive abzulichten, die sich von klassischen Sightseeing-Schnappschüssen abheben.

Ihr wollt etwa die spätabendliche Stimmung einfangen, die sich auf den historischen Dächern widerspiegelt? Wollt eure Erlebnisse und Gefühle transportieren, Erinnerungen lebendig festhalten? Mit den folgenden Tipps und den SIGMA Objektiven gelingen euch in Städten die vielseitigsten Bilder – von Weitwinkelaufnahmen bis zu den detailliertesten Motiven.

Istanbul in Schwarzweiß | Reisefotografie

Die Perspektive wechseln

Eine der wichtigsten Grundregeln der Städtefotografie ist es, stets auf der Suche nach neuen Perspektiven zu sein und den Wechsel zu unorthodoxen Posen zu wagen. Balanciert in luftiger Höhe, legt euch auf den Boden, sucht erhöhte Plätze – kurzum: betrachtet die Welt aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel.

Je mehr ich mich von meiner Augenhöhe entferne, aus der ich die Welt normalerweise sehe, desto interessanter werden meine Aufnahmen. Gerade in Städten ist das ein einfacher und effektiver Weg, um Fotos mit dem besonderen Etwas zu schießen. Auch Blicke auf den Boden oder in die Luft offenbaren Details, die anderen oft verborgen bleiben.

Das Einzigartige erkennen

Auf Farben und Formen achten – auch schlichte Dinge können mit der richtigen Perspektive als kreative, ansprechende Fotomotive dienen. In gewöhnlichen Gegenständen und alltäglichen Situationen das Besondere zu erkennen, ist große Kunst und einer der entscheidenden Faktoren, wenn es um spektakuläre Aufnahmen geht. Auch Symmetrie kann auf Fotos sehr gut wirken, so etwa eine menschenleere Unterführung oder eine linienförmige Häuserflucht.

Die Qual der Wahl

Tierischer Fokus | Reisefotografie

Spieglein, Spieglein

Ein Punkt, den ihr beherzigen könnt, um spannende und originelle Fotos zu machen, ist, auf Spiegelungen zu achten. Viele Fotografen laufen unaufmerksam daran vorbei, obwohl man mit ihnen stimmungsvolle Fotos erzielen kann. Ich liebe die Momente nach dem Regen, wenn sich Hochhäuser in Wasserpfützen spiegeln. In der großen Glasfront des Bürogebäudes spiegelt sich der gegenüberliegende Park? Perfekt!

Liebe zum Detail

Ich finde, dass durch genau solche Aufnahmen am meisten Gefühle und Stimmungen vermittelt werden. Erst durch solche Fotos erwacht eine Stadtreportage zum Leben. Seien es kleine Graffitis, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern, oder die Spezialitäten, die einem auf einem ausländischen Markt angeboten werden. Viele dieser kleinen Details können großartige Fotos ausmachen.

Detailgetreuer Genuss | Reisefotografie

Historische Sehenswürdigkeiten bei hoher Belichtungszeit | Reisefotografie

Der frühe Vogel

Manchmal ist es schwierig, in Städten zu fotografieren, da diese schlichtweg überfüllt sind. Unglaublich viele Menschen tummeln sich auf den Straßen in der Nähe der Sehenswürdigkeiten. Ich gehe aus diesem Grund gerne sehr früh hinaus und starte mit dem Fotografieren, bevor die Massen erwachen.

Ein anderer praktikabler Tipp, der mir schon oft zu Hilfe kam, ist eine relativ hohe Belichtungszeit zu wählen, sodass Menschen wie Geister verschwimmen. So können euch auch schon mal Personen ins Bild laufen.

Die richtige Wahl der Ausrüstung

Hier gehen die Präferenzen weit auseinander, es gibt kein Richtig oder Falsch! Ich finde, das wichtigste ist, seine Ausrüstung so klein wie möglich zu halten, da der Tag der Fotojagd in der Stadt dann schlichtweg mehr Spaß macht.

Meine Favoriten sind das SIGMA 17-50mm F2,8 EX DC OS HSM und das SIGMA 24-105mm F4 DG OS HSM. Aufgrund der Lichtstärke und des Zooms sind die beiden Objektive perfekt geeignet. Natürlich bieten sich diverse Festbrennweiten an, aber beim Fotografieren in Städten bevorzuge ich ein gutes Zoom-Objektiv, das Weitwinkel, Normalbrennweite und eventuell auch Tele-Objektiv vereint.

Das waren ein paar der Dinge, auf die ich auf urbanen Fototouren achte. Ich finde, mit ein paar bewussten Gedanken können schnell und leicht gute Ergebnisse erzielt werden.  In der Stadt zu fotografieren, kann etwas ganz Besonderes, Vielseitiges, Spannendes sein. Lernt die unterschiedlichen Facetten von Städten kennen! Worauf wartet ihr?

Alle Bilder des Beitrags in der Übersicht:

 

Ines Futterknecht
Fotografin und Bloggerin

Ines Futterknecht ist eine junge Fotografin, die sich beinahe rund um die Uhr mit Motiven, ihrer Kamera und möglichen Inszenierungen beschäftigt. Als Fotografin mit den Schwerpunkten Porträt- und Makrofotografie stellt sie sich immer wieder neuen Herausforderungen und kreativen Shooting Sets. Sie sagt über sich selbst: „In meinem Kopf dreht sich alles um Bilder, Farben, Inszenierungen, Requisiten & Locations. Man könnte sagen, dass das (oder ich) verrückt ist. Aber normal ist ja bekanntlich langweilig.“

Email: hello@inesfutterknecht.com / Website: inesfutterknecht.com

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