Foodfotografie – Die Schärfe nicht nur auf der Zunge spüren

Foodfotografie

Beim Betrachten der Fotos in kulinarischen Hochglanzmagazinen läuft dem Leser gerne mal das Wasser im Mund zusammen. Foodfotografie ist ein Spezialgebiet der Objektfotografie, aber zum Glück ist die appetitliche Präsentation von Essen und Getränken nicht mehr nur Profi-Fotografen vorbehalten: Immer mehr Blogs präsentieren ihren Lesern die selbst gekochten Werke, Hobby-Gourmets setzen ihre Kreationen ins rechte Licht, um sich mit anderen auszutauschen, und bei besonderen Familienfesten bietet das aufwendige Essen einen schönen Aufhänger für das Erinnerungsfotoalbum. Mit der richtigen Ausrüstung und dem nötigen Know-how können der prickelnde Aperitif, das gekräuterte Schaumsüppchen und die cremige Dessert-Verführung im Bild festgehalten werden.

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Das richtige Equipment für Foodfotografie

Um die samtige Oberfläche eines cremigen Süppchens oder die verführerisch aufsteigenden Bläschen eines frisch eingeschenkten Glases Champagner einzufangen ist ein Makro-Objektiv die richtige Wahl. SIGMA hat Objektive im Programm, die sich für Makrofotografie eignen, davon drei spezielle Makro-Objektive, mit denen ein Abbildungsmaßstab von 1:1 erreicht werden kann. Diese Objektive sind speziell für den Nahbereich konstruiert, ermöglichen eine sehr geringe Entfernung zum Motiv und erlauben einen großen Abbildungsmaßstab. Während Standardobjektive in der Regel für Aufnahmen bis Maßstab 1:4 eingesetzt werden können, sind mit Makroobjektiven Maßstäbe bis 1:1 (Motiv wird in Originalgröße abgebildet) möglich, ohne dass dabei die Abbildungsqualität nachlässt.

Wer sich das erste mal intensiver mit dem Thema Foodfotografie beschäftigt muss sich aber nicht sofort ein Makro-Objektiv zulegen. Auch das All-in-One-Objektiv 18-300mm F3,5-6,3 DC Makro OS HSM | Contemporary mit einem Abbildungsmaßstab von 1:3 eignet sich hierfür. Verwendet man die eigens für dieses Objektiv entwickelte achromatische Makrolinse, kann ein größerer Abbildungsmaßstab von 1:2 erzielt werden, während die Wiedergabequalität über den gesamten Brennweitenbereich konstant bleibt.

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Manche mögen’s heiß

Die Temperatur des zu fotografierenden Objekts spielt gerade bei der Lebensmittel- und Getränkefotografie eine zentrale Rolle. Ein Tee muss einfach verlockend dampfen, eine eiskalte Coke mit kleinen Kondenswassertröpfchen erfrischende Kühle ausstrahlen. Kleinste Details wie die Größe solcher Wassertröpfchen sind hier wichtig: Ein frisch gezapftes Bier darf nur kleine Tröpfchen haben, eine Karaffe mit selbst gemachter Zitronenlimonade, in der Eiswürfel schwimmen, erweckt mit großen Tropfen den Eindruck, durch und durch gekühlt zu sein. Mit einem Makro-Objektiv wird auch das kleinste Tröpfchen in seiner ganzen Frische noch scharf erfasst.

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Ins beste Licht gerückt

Das richtige Licht ist gerade bei der Fotografie von durchsichtigen Behältern, wie etwa Getränkegläsern, äußerst wichtig. Hier kommt es darauf an, die perfekte Balance zwischen weicher, „sanfter“ Beleuchtung und Licht mit Brillanz und harten Reflexen zu finden. So verwendet man beispielsweise für die Darstellung eines mit kalter, klarer Limonade gefüllten Glases zum einen Gegenlicht, um die Transparenz des Getränks hervorzuheben, zum anderen ein moduliertes, verlaufendes Licht von vorne. Sehr schöne Effekte lassen sich auch mit Einspiegelungen erzielen, da die indirekten Lichtverläufe gerade auf spiegelnden Flächen wie Glas oder Edelstahl brillante Verläufe mit kristallklarer Detailwiedergabe ermöglichen.

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Die richtige Schärfe – nicht nur auf dem Teller

Beim Fotografieren von Suppen kommt es ganz besonders auf ein sauberes Hantieren mit dem „Model“ an. Der Suppenteller sollte immer sehr vorsichtig gefüllt werden: Lieber zu wenig und nachfüllen statt abschöpfen – ein einmal beschmutzter Tellerrand lässt sich nicht mehr sauber fotografieren. Für das Einstellen des richtigen Lichts am besten einfach einen Musterteller verwenden, dann kann kein Malheur passieren. Um die Proportionen des Suppentellers originalgetreu erscheinen zu lassen, bedarf es einer längeren Brennweite, die z.B. das SIGMA 85mm F1,4 EX DG HSM bietet.

Ein lichtstarkes Objektiv wie beispielsweise das 35mm F1,4 DG HSM | Art schafft dank seiner großen Blendenöffnung kreativen Freiraum, um das Objekt durch das Spiel mit der Schärfentiefe vom Hintergrund zu lösen und die fotografierte Delikatesse perfekt in den Fokus zu stellen.

Nicht anfassen!

Wer schon mal gedankenverloren ein Wasserglas in den Händen gehalten hat, weiß, wie ärgerlich Fingerabdrücke auf dem Glas sind. Daher sollten durchsichtige Gefäße generell mit Samthandschuhen angefasst werden. Während ein Porzellan-Suppenteller auf einer festlich gedeckten Tafel von oben fotografiert sehr schön aussehen kann, wird ein mit Flüssigkeit gefülltes Glas eher frontal und mit möglichst neutralem Hintergrund abgelichtet.

Zur Nachahmung empfohlen

Wer die leckeren Gerichte nachkochen und in Szene setzen möchte, die hier auf den Bildern zu sehen sind, sollte bei Helens Meal auf Facebook oder YouTube vorbeischauen. Wir wünschen guten Appetit!

Alle Bilder dieses Beitrags in der Übersicht

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