Paradies für Vogelliebhaber

© Robert Sommer

Der Tag begann wie erwartet wieder morgens um 5 Uhr, allerdings hat sich das Frühstück dann etwas verzögert, weswegen wir nicht zum Sonnenaufgang loskamen. Dies war heute aber kein großes Problem, da der Himmel bewölkt und der Kilimandscharo somit nicht zu sehen war.

Der Plan war, die Fahrt zum Amboseli Nationalpark über eine Abkürzung durch den Busch zu nehmen, die allerdings aufgrund des sehr heftigen Regens am Vortag nicht passierbar war. Daher sind wir den regulären Weg gefahren, der zwar etwas länger gedauert hat, dafür sind wir aber nicht stecken geblieben. Wie wir am später am Abend erfuhren, haben zwei andere Fahrzeuge der Lodge es trotzdem versucht und sind dann beide stecken geblieben. Wir haben uns also richtig entschieden.

Die Artenvielfalt des Amboseli Nationalparks

Sekretär © Robert Sommer

Wir waren kaum im Park angekommen, da konnten wir bereits zwei Sekretäre entdecken, die irgendetwas erlegt hatten. Das Staunen war groß, als einer der beiden dann plötzlich einen ganzen Hasen verschlang. Neben Schlangen besteht die Nahrung der Sekretäre auch aus kleineren Säugetieren wie Hasen, Ratten, oder Eichhörnchen.

Gazellen © Robert Sommer

Kurze Zeit später konnten wir zwei Grant-Gazellen beobachten, die um ihr Territorium kämpften, was laut unserem Fahrer zwischen zwei Minuten und zwei Stunden dauern kann. Einer der beiden hatte bereits einen Teil eines Horns verloren. Nach einer halben Stunde erbitterten Kämpfens und Taktierens war noch immer kein Sieger zu erkennen, was daraufhin deutete, dass es bei den beiden wohl eher auf die zwei Stunden zuging. Ein beeindruckendes Schauspiel, aber da sie sich mittlerweile auch etwas weiter von der Straße entfernt hatten, setzten wir unseren Weg fort.

© Robert Sommer

Der Amboseli Nationalpark ist perfekt für Vogelliebhaber, da es hier sehr, sehr viele verschiedene Vogelarten zu sehen gibt, wie z.B. den Grauen Kronenkranich, Schreiseeadler, Heiliger Ibis, Löffler, Pelikane, Glanzstare und viele kleinere Vogelarten.

Die Elefanten halten sich hier vorzugweise in den Sümpfen auf, um sich dort im Schlamm zu baden und sich damit zu bedecken. Zum einen werden die Insekten, die sich bereits auf den Elefanten befinden, von dem Schlamm eingeschlossen und sterben dann, zum anderen dient der Schlamm dann auch als Schutz vor weiteren Insekten.

Paviane © Robert Sommer

In einem Gebiet, in dem mehr Bäume stehen, fanden wir eine große Gruppe Paviane , die vor kurzem Nachwuchs bekommen hatten. Es hat Spaß gemacht, die Kleinen zu beobachten, wie sie ganz unbedarft die Welt entdeckten und miteinander herumgetobten.

Paviane © Robert Sommer

Der Nachmittag zur freien Verfügung

Heute ging es zum Lunch zurück zur Lodge, was mal eine angenehme Abwechslung war. Ein Teil der Gruppe entschied sich dazu den Nachmittag in der Lodge zu verbringen und die beeindruckende Aussicht und die Ruhe zu genießen. Der Rest der Gruppe hat sich erneut auf dem Weg zum Amboseli begeben und auf die Suche nach den Geparden mit den Jungen gemacht, die hier vor einigen Tagen gesehen wurden, jedoch leider ohne Erfolg.

Kilimandscharo © Robert Sommer

Dafür wurde der Kilimandscharo heute Abend das erste mal wolkenfrei und wir konnten bei wunderbarem Licht ein paar schöne Landschaftsaufnahmen machen. Der Abschluss des Tages war dann erneut ein wirklich sehr, sehr köstliches Abendbrot in geselliger Runde.

Robert Sommer
Robert Sommer
SIGMA Safari-Blogger

Robert Sommer hat unseren Safari-Wettbewerb gewonnen und darf daher die SIGMA Fotoreise nach Kenia als Blogger begleiten. Als Landschafts- und Tierfotograf ist er so oft es geht in der Natur unterwegs und sucht nach unbeschreiblichen Bildern.

Email: robert@sommerblende.de / Website: sommerblende.de

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